Zürich - Mehr als 100 Länder haben sich dazu bekannt, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Eine Studie unter der Leitung der ETH Zürich zeigt, dass dieses Ziel mit technisch und ökonomisch plausiblen Maßnahmen noch erreichbar ist - aber es wird eng.

Ein internationales Forschungsteam um Joeri Rogelj vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich hat verschiedene technisch und ökonomisch plausible Maßnahmen bis zum Jahr 2100 untersucht. In der Berechnung berücksichtigt wurden sämtliche Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas.

Emissionen um 44 Gigatonnen pro Jahr senken

Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die weltweiten Emissionen bis 2020 auf 44 Gigatonnen pro Jahr gesenkt werden, wie die Forscher herausfanden. Das ist laut ihnen zwar möglich, heißt aber, dass die Maßnahmen nicht mehr lange herausgeschoben werden dürfen.

2010 betrugen die Emissionen nämlich 48 Gigatonnen, wobei sie ohne Gegenmaßnahmen pro Jahr um etwa eine Gigatonne steigen. Wenn alle Länder ihre versprochenen Regelungen umsetzen, würden die Emissionen 2020 etwa 49 bis 53 Gigatonnen betragen. Das 2-Grad-Ziel könnte also schon bald außer Reichweite geraten, schließen die Forscher. (APA/sda)