Wien - Der Lobbyist Peter Hochegger hat seine Vorwürfe gegen dem SPÖ-nahen Kommunikationsberater Heinz Lederer ausgedehnt. War ursprünglich von rund 700.000 Euro die Rede, die Lederer im Umfeld der teilstaatlichen Telekom Austria bekommen haben soll, spricht Hochegger nun auch von Lobbying bei den staatlichen ÖBB und beim teilstaatlichen Flughafen Wien. Insgesamt soll es um 1,2 bis 1,5 Mio. Euro an Zahlungen gegangen sein, sagte Hochegger im Interview mit dem TV-Sender Puls 4. Dass Lederer gemeint hat, die kolportierten Zahlungen der Telekom von 700.000 seien viel zu hoch, kommentierte Hochegger so: "Dann soll er in seine Buchhaltung schauen." Lederer war für eine Stellungnahme kurzfristig nicht erreichbar.

Lederer, bis 1999 Kommunikationschef der SPÖ, hatte in der Vergangenheit bestritten, vertrauliche Kontakte zu SPÖ-Politikern hergestellt zu haben, wie dies Hochegger vergangene Woche behauptete. Vielmehr habe er inhaltlich gearbeitet, betont Lederer: "Marktstrategie, Marktanalysen, Medienkontakte" hätten dazu gehört, etwa in den Bereichen, auch die Organisation von Events. (APA)