Wien - Die Wiener Börse hat am Dienstag etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel um 5,09 Punkte oder 0,26 Prozent auf 1.979,47 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund einen Punkt unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.980 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,04 Prozent, DAX/Frankfurt -0,14 Prozent, FTSE/London -0,40 Prozent und CAC-40/Paris -1,08 Prozent.

Beherrschendes Thema war der am Mittwoch anstehende EU-Gipfel zur Schuldenkrise. So wurden Nachrichten und Spekulationen rund um den Gipfel mit Spannung am Markt verfolgt. Für Verunsicherung sorgte vor allem die Meldung am Nachmittag, dass das unmittelbar vor dem Gipfel angesetzte Treffen der Finanzminister abgesagt wurde.

Die Wiener Börse drehte so wie andere Märkte auch nach den ersten entsprechenden Meldungen rasch ins Minus. Die Umsätze bei den meisten Aktien blieben dabei aber gering. Die meisten Marktteilnehmer dürften vor Engagements erst das Ergebnis des EU-Gipfels abwarten, berichteten Händler.

Gesucht waren am Dienstag Erste Group und stiegen um 1,04 Prozent auf 16,45 Euro. Größere Nachfrage gab es auch bei Immofinanz (plus 0,80 Prozent auf 2,40 Euro). Mayr-Melnhof stiegen nach einer neuen Analyse zu der Aktie um 1,65 Prozent auf 65,40 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Titel des Kartonherstellers von 105 auf 90 Euro gesenkt, ihre Empfehlung "buy" aber bestätigt.

Bei höherem Volumen unter Druck kamen OMV (minus 1,36 Prozent auf 24,70 Euro) und voestalpine (minus 1,22 Prozent auf 23,51 Euro). Schwach zeigten sich bei den ATX-Schwergewichten auch Telekom Austria (minus 1,16 Prozent auf 8,20 Euro). Größter Verlierer im prime market waren Palfinger (minus 6,26 Prozent auf 14,45 Euro).

Außer dem EU-Gipfel könnte in dieser Woche auch die anlaufende Ergebnisberichtssaison noch für Impulse sorgen. Am Donnerstag stehen Quartalszahlen der Verbund an, am Freitag wird dann die Erste Group Ergebnisse vorlegen. (APA)