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5,1 der inzwischen sieben Milliarden Menschen auf der Erde sind nicht in sozialen Sicherungssystemen organisiert.

Foto: REUTERS/Eduardo Munoz

New York - Mehr als zwei Drittel der Menschen leben ohne Schutz durch soziale Sicherungssysteme. Darauf weisen die Vereinten Nationen in einem in New York veröffentlichten Bericht hin. Demnach sind 5,1 der inzwischen sieben Milliarden Menschen auf der Erde nicht in sozialen Sicherungssystemen organisiert. Nur 15 Prozent aller Arbeitslosen erhalten Zahlungen der Arbeitslosenunterstützung. 

In dem Bericht wird davon ausgegangen, dass "jeder zumindest die Sicherheit eines Grundeinkommens genießt, die ausreichend für das Leben ist und durch Geld oder Sachleistungen garantiert wird." Dazu zählen Pensionen für ältere und behinderte Menschen, Kindergeld, Einkommens- und/oder Arbeitsplatzgarantie sowie Dienstleistungen für Arbeitslose und für "working poor" (Erwerbsarmut).

Politischer Appell

Die chilenische Ex-Präsidentin und UN Women-Chefin Michele Bachelet, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der französische Präsident Nicolas Sarkozy riefen die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) vor deren Gipfeltreffen in der kommenden Woche in Cannes dazu auf, die sozialen Sicherungssysteme auszudehnen.

Wer das Wohlergehen der Bevölkerung sicherstelle, sorge für eine "friedlichere und stabilere" Entwicklung, erklärte die chilenische Präsidentin. Sarkozy erklärte, die Verbesserung der Sicherungssysteme erfordere Zeit, aber es müsse "Fortschritte geben". Der G-20-Gipfel findet am 3. und 4. November in Cannes statt. (APA)