Der britische Schauspieler Ralph Fiennes (48) beklagt den Verfall der Sprache - und macht dafür auch den Kurznachrichtendienst Twitter verantwortlich. Die Welt bestünde nur noch aus "verstümmelten Sätzen, Sprüchen und Twitter", sagte er laut "The Telegraph" beim BFI London Film Festival. Das würde gar soweit gehen, dass "ein Wort mit mehr als zwei Silben für uns ein Problem ist", meinte der Schauspieler ("Harry Potter").

Shakespeare

Längst sei die Sprache nicht mehr so prachtvoll und farbig wie noch zu Shakespeares Zeiten. Das aber sei auch völlig klar, meint Fiennes mit Blick auf Twitter, wenn "die Leute versuchen, so viel Information wie möglich in 140 Zeichen zu pressen". Mit dem Shakespeare-Film "Coriolanus" stellte Fiennes in dieser Woche sein Regiedebüt bei dem Londoner Filmfestival vor. (APA)