Klagenfurt - Die im Kompromiss-Memorandum zur Ortstafellösung festgehaltene Einführung eines Dialogforums ist am Dienstag bei der Kärntner Regierungssitzung einstimmig beschlossen worden. Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) bezeichnete dies als "ein Fortsetzen der Verhandlungen, die nicht einfach waren", wie er im Anschluss vor Journalisten sagte. Die SPÖ brachte einen Zusatzantrag ein, wonach auch Vertreter der Kirchen, der Sozialpartner, des Kärntner Heimatdienstes und des Abwehrkämpferbundes aufzunehmen seien. Dieser Antrag wurde jedoch von der FPK abgelehnt.

Dörfler betonte, dass es sich bei dem Dialogforum um keinen "Diskutierklub" handeln solle, sondern inhaltliche Aufgaben im Vordergrund stünden. "Es gibt einen Kern des Forums", sagte er. Je nach Themenkreis (Bildung, Sprachen, etc.) können entsprechende Experten hinzugezogen werden.

Dem Forum gehören neben den Mitgliedern der Landesregierung, je ein Vertreter der Parteien, der drei Volksgruppen-Organisationen und der Einheitsliste/Enotna Lista (EL) an. Dazu kommen je zwei Bürgermeister aus den Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt und einer aus dem Bezirk Villach Land und Hermagor. (APA)