In punkto öffentlicher Verkehr ging am Dienstagmorgen nichts mehr in der Steiermark: Alle öffentlichen Verkehrsmittel bleiben in den Remisen, nur einige private Buslinien waren im Rahmen des Verkehrsverbundes unterwegs. In den Städten Bruck an der Mur und Graz meldete die Exekutive: Keine Probleme. Viele Menschen hatten den Drahtesel gesattelt und waren auf diese Weise zu Streiks und Arbeitsplatz unterwegs. Eine Radfahrerin am zentralen Verkehrsknoten für Öffis am Jakominiplatz, die über die Gleisanlagen radelte: "So schön ruhig könnte es immer sein."

Keine lange Behinderungen

In Graz kam es zu den angekündigten Demonstrationen der Gewerkschaft: Die Bauarbeiter marschierten vom Köflacher Bahnhof im Westen der Stadt über den Gürtel und die Annenstraße zum Südtiroler Platz. In der Schönaugasse demonstrierte die GPA bis 9.00 Uhr an der Kreuzung zur Steyrergasse und verteilte "Klostersuppe". Die GPA blockierte am Vormittag den Opernring an der Grazer Einkaufsmeile Herrengasse. Die Passanten und Autofahrer reagierten zumeist gelassen. An den Stadteinfahrten kam es zu keinen langen Behinderungen des Verkehrs - und das obwohl die Umfahrung von Graz, der Plabutschtunnel der A 9 Pyhrnautobahn, wegen Reparaturarbeiten gesperrt war. Höher frequentiert waren nur am Streiktag nur die Fahrradwege - "Ich habe gar nicht gewusst, dass so viele Grazer ein Rad haben", schmunzelte ein älterer Herr am Augarten-Radweg.

"Keine Probleme"

"Keine Probleme", lautete der Kommentar eines Gendarmen in der obersteirischen Bezirkshauptstadt Bruck an der Mur, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt für Bus und Bahn. Die Menschen hatten oftmals Fahrgemeinschaften gebildet oder waren mit dem Fahrrad unterwegs. Zu vorübergehenden Behinderungen kam es auf der B 64, der Rechberg-Bundesstraße, in der Umgebung von Weiz wegen einer Demonstration. (APA)