Linz - Die Pleite des Linzer Callcenter-Betreibers Kosema kostet 104 Mitarbeiter den Job. Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) am Donnerstag berichteten, wurden etliche Gespräche geführt, aber letztlich fand sich kein neuer Geldgeber. Im November war das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Die Passiva bezifferte der KSV damals mit rund 1,7 Mio., die Aktiva mit etwa 870.000 Euro.

Laut OÖN gibt es von fast 200 Beschäftigten Dienstnehmerforderungen, 104 von ihnen sind noch bei Kosema tätig. Sie sollen heute, Donnerstag, von der Arbeiterkammer informiert werden. Bis kommende Woche dürften Dienstleistungen erbracht werden, mit Weihnachten wird das Büro zugesperrt. Die Belegschaft ist per Frühwarnsystem zur Kündigung beim Arbeitsmarktservice angemeldet. Dort sehe man im Großraum Linz keine großen Probleme, für die Betroffenen andere Jobs zu finden, heißt es in dem Bericht.

Massive Zahlungsausfälle eines Großkunden aus der Telekommunikationsbranche nannte der KSV als Ursache für die Pleite des erst vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens. Dieser soll laut OÖN die Zahlung einer sechsstelligen Euro-Summe verweigern. Die Forderung sei eingeklagt. Auf die öffentlichen Abgabengläubiger Finanz und Krankenkasse würden fast 40 Prozent der Schulden von 1,7 Millionen Euro entfallen. Im Sanierungsplan war eine Quote von 20 Prozent angeboten worden. (APA)