Bild nicht mehr verfügbar.

Das ist übrigens Ungarns Wirtschaftsminister Gyorgy Matolcsy.

Foto: EPA/Szigetvary

Wien - Die Delegation des Internationalen Währunsgfonds (IWF) und der Europäischen Kommission brach heute, Freitag, die Verhandlungen mit Ungarn ab, bei denen es um den Antrag Ungarns auf einen neuen IWF-Kredit ging, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Abreise der Delegation wurde in Brüssel vom Sprecher des EU-Währungskommissars Olli Rehn bestätigt. Laut Amadeu Altafaj-Tardio hing die vorzeitige Abreise aus Budapest mit der geplanten Reformen der ungarischen Notenbank zusammen.

Die Regierung von Viktor Orban plant die Zusammenlegung der Notenbank (MNB) und der Finanzmarktaufsicht (PSZAF) und die Schaffung einer übergeordneten Superbehörde. Seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde bereits am Donnerstag kritisiert, dass mit diesem Zusammenschluss die Souveränität der MNB gefährdet würde. Auf die Nachricht der Abreise der Verhandlungsdelegation fiel der Kurs der Landeswährung Forint.

Unter dem Druck der Schuldenkrise hatte Ungarn erneut mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union Gespräche über Finanzhilfen aufgenommen. Das ungarische Wirtschaftsministerium wollte sie bis Ende Jänner 2012 abschließen. 2008 wurde Ungarn vom IWF, der EU und Weltbank mit einem 20-Mrd.-Euro Paket gerettet. (APA)