Verloren hat der Verein Österreichischer Anwälte einen Prozess wegen Verstoßes gegen das UWG gegen den Verein Interventionsstelle Salzburg, der von Gewalt bedrohte oder betroffene Frauen auch dadurch unterstützt, dass er sie im Zusammenhang mit gerichtlichen Verfahren unentgeltlich betreut. Die von diesem Verein eingebrachten schriftlichen Eingaben, Unterhaltsklagen und -anträge, Obsorgeanträge, Scheidungs- und Räumungsklagen sind nach Meinung des Obersten Gerichtshofes weder Winkelschreiberei noch verstoßen sie gegen das Vertretungsmonopol der Rechtsanwälte. Im Wesentlichen begründet der OGH seine Entscheidung (4 Ob 296/02 m vom 25. 3. 2003) damit, dass der Verein gemeinnützig und nicht auf Gewinn gerichtet arbeitet. (gor, Der Standard, Printausgabe, 10.06.2003)