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Grafik: APA

Wien - Österreichische Banken hatten per Ende Oktober 2011 insgesamt 18,1 Milliarden Euro in ausländische Staatsanleihen investiert. Diese Zahl gab das Finanzministerium in seiner Beantwortung einer Mitte November gestellten parlamentarischen Anfrage des BZÖ nun bekannt. Ein großer Teil davon entfällt auf das hoch verschuldete Italien, das bei den österreichischen Banken mit 2,821 Milliarden Euro in der Kreide steht. Dem als möglicher Pleitekandidat gehandelten Nachbarland Ungarn haben die österreichischen Banken 2,020 Milliarden Euro geborgt.

Vergleichsweise gering machen sich dagegen die Summen aus, die man Griechenland (736 Millionen Euro) und Spanien (450 Millionen Euro) vorgestreckt hat. Da sich die österreichischen Banken vor allem auf die mittel- und osteuropäischen Länder konzentrieren, sind sie in Krisenmärkten wie Griechenland oder Irland nur marginal exponiert. Auch insgesamt sind die Auslandsforderungen der österreichischen Banken - nach Nationalbank-Daten vom vergangenen Herbst 126 Prozent des BIP - im Vergleich zu Banken anderer Länder, etwa der Schweiz, relativ niedrig.

Frankreich, das neuerdings nicht mehr als völlig kreditwürdig gilt, konnte den österreichischen Banken Staatsanleihen im Gesamtwert von 707 Millionen Euro schmackhaft machen, wie aus der EZB-Monetärstatistik hervorgeht, auf die sich das Finanzministerium beruft.

2,837 Mrd. Euro haben die Österreicher in polnische Staatsanleihen investiert, 2,289 Mrd. Euro in deutsche - auf diese zwei Länder alleine entfallen gut 28 Prozent der Gesamtsumme von 18,1 Milliarden Euro. (APA)