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Muzicant sagt, es sei alles getan worden, um Gewalt bei der Kundgebung der Ballgegner am 27. Jänner zu verhindern.

Foto: dapd/Punz

Wien - Die Veranstalter der Kundgebung gegen den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) am Freitag in Wien haben am Mittwoch betont, alles daranzusetzen, gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern. "Es sind alle Maßnahmen gesetzt werden, dass es dazu nicht kommt", sagte Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), die als Mitveranstalter firmiert.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) geht laut der APA vorliegenden Informationen nämlich davon aus, dass sich auch Demo-Touristen aus dem benachbarten Ausland beteiligen könnten - 100 davon werden als "extrem gewaltbereit" eingestuft.

Verfassungsschutz-Bericht mit düsteren Szenarien

Das ist einem Papier des LVT zu entnehmen, in dem mit rund 300 Demo-Teilnehmern aus Deutschland gerechnet wird. Als mögliche Szenarien der Gewaltausübung werden unter anderem der Einsatz von Wurfgeschoßen und Schleudern genannt sowie das "In-Brand-Setzen" von Mistkübeln und Parkbänken, Zufahrtsblockaden und Provokationen der Sicherheitskräfte, Sachbeschädigungen, der Einsatz von Pyrotechnik und auch "körperliche Attacken gegen Ballbesucher sowie eingesetzte Polizeikräfte". Muzicant weist all diese Befürchtungen zurück, denn die Veranstalter wüssten, "dass das nicht sein darf". Man werde "alles daransetzen, dass keine Gewaltbereiten teilnehmen".

Generell geht das LVT von einem "hohen Mobilisierungserfolg" aus, also einem großen Zulauf zu der Kundgebung. Man glaubt aber nicht, dass die österreichischen Teilnehmer gemeinsame organisierte Aggressionsschritte setzen werden. Angesichts des Zustands der Szene könne man eher mit "Separationstendenzen" rechnen. (APA)