Nachdem die US-Staatsanwaltschaft am Montag bekannt gegeben hat, dass die Userdaten der Share-Hosting-Plattform Megaupload schon am Donnerstag gelöscht werden sollen, wurde nun vorerst Entwarnung gegeben. Via Twitter teilte Megaupload-Anwalt Ira Rothken mit, dass die beiden Rechenzentrumsbetreiber Carpathia and Cogent die Nutzerdaten zumindest noch zwei Wochen speichern wollen.

Urheberrechtsverletzungen

Die US-Justiz wirft Megaupload vor, Urheberrechtsverletzungen im großen Stil gefördert zu haben. Auf der Plattform konnten Nutzer Dateien hochladen und mit anderen Teilen, darunter sollen sich auch etliche geschützte Filme, Musik und andere Inhalte befunden haben. Die Betreiber sollen mit Werbung und Nutzungsgebühren über 175 Millionen US-Dollar verdient haben.

Kein Zugriff mehr auf Userdaten

Allerdings haben viele User den Dienst auch zum legalen Upload eigener Inhalte genutzt. Auch auf diese Daten haben sie seit der Razzia vor über einer Woche keinen Zugriff mehr. Dabei wurde das Portal vom Netz genommen und Megaupload-Gründer Kim Schmitz mit sechs weiteren Personen verhaftet.

Lösung mit US-Justiz finden

Innerhalb von zwei Wochen soll nun eine Einigung mit den US-Behörden erzielt werden. Die Betreiber selbst sehen keine Möglichkeit, die Dateien den Nutzern zurückzugeben. Diese sollten sich direkt an Megaupload wenden, heißt es seitens Carpathia in einem Statement. Carpathia habe gar keinen Zugriff auf die Dateien auf den Megaupload-Servern. Insgesamt sind 50 Millionen Nutzer betroffen. (red)