Wien - Die geschlossene Zustimmung der Koalition zur Pensionsreform ist jetzt amtlich. In zweiter Lesung stimmten die Nationalrats-Abgeordneten von ÖVP und FPÖ in namentlicher Abstimmung ohne Ausnahme dagegen, die geplanten Maßnahmen aus dem Budgetgesetz herauszunehmen. Beschlossen ist die Pensionsreform mit dieser Abstimmung noch nicht endgültig. Dazu ist eine Mehrheit für das gesamte Budgetbegleitgesetz in Dritter Lesung notwendig. Davor sind unter anderem noch Oppositionsanträge, die Abfangjägerfinanzierung und die Selbstbehalte im Gesundheitswesen aus dem Gesetz herauszunehmen, namentlich abzustimmen.

Kernpunkt der Pensionsreform ist die Abschaffung der Frühpension bis zum Jahr 2017. Weiters werden der Durchrechnungszeitraum schrittweise von 15 auf 40 Jahre ausgedehnt, der Steigerungsbetrag von 2 auf 1,78 Prozent reduziert und die jährlich Abschläge von 3,75 auf 4,2 Prozent erhöht. Als Abfederung gibt es in erster Linie eine zehnprozentige Deckelung der Gesamt-Verluste. (APA)