Bild nicht mehr verfügbar.

Laut Innenministerin Johanna Mikl-Leitner könnte sich das FBI bald in den Fall Kampusch einschalten.

Foto: REUTERS/Win McNamee

Wien - Das FBI könnte tatsächlich im Entführungsfall Natascha Kampusch tätig werden. Sollte die Justiz weitere Erhebungen wollen, sei die Polizei bereit, auch ausländische Sicherheitsbehörden zurate zu ziehen. So habe man mit dem FBI schon Kontakt aufgenommen, und dieses sei auch "bereit, sich einzubringen", erklärte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag in der ORF-Pressestunde.

Ob der Fall noch einmal aufgerollt wird, um nach allfälligen weiteren Tätern neben Wolfgang Priklopil zu suchen, diskutiert derzeit der parlamentarische Unterausschuss. Nach dem Abschlussbericht wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, was weiter zu geschehen hat.

Exekutive: Erweiterte Gefahrenerforschung und Einsparungen

Was die jüngst vom Parlament erweiterten Möglichkeiten für die Exekutive durch die Ausdehnung der "erweiterten Gefahrenerforschung" auch auf Einzelpersonen betrifft, versuchte Mikl-Leitner, Bedenken zu zerstreuen. Es gehe hier um die Abwehr terroristischer Straftaten, also würden sich nicht tausende Fälle ergeben, durch die der einzubeziehende Rechtsschutzbeauftragte überlastet sein könnte.

Optimistisch gab sich die Ministerin, was die Einsparungen bei den Überstunden in ihrem Ressort angeht, die durch das Sparpaket in Höhe von 150 Millionen vorgegeben sind. Junge Exekutivbeamte sollten weiter die Möglichkeit haben, mit Überstunden Geld zu machen. Ältere könnten die Mehrstunden ansparen und dann für einen früheren Ruhestandsantritt oder berufliche Auszeiten nützen. (APA/red, DER STANDARD, 12.3.2012)