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London - Die von den USA in Nordirak beschlagnahmten und als mobile Biowaffenlabors bezeichneten Lastwagen haben nach Angaben eines britischen Wissenschafters in Wirklichkeit lediglich der Produktion von Helium gedient. Zur Herstellung von bakteriologischen Waffen seien die beiden Lkw absolut ungeeignet, zitierte die Zeitung "The Observer" am Sonntag das nicht namentlich genannte Mitglied eines Teams von Biowaffenexperten, das die beiden Fahrzeuge im Auftrag der Regierung von Tony Blair untersuchte. Es sei genauso wie von den Irakern dargestellt: Die Laster seien benutzt worden, um Helium als Füllgas für Wetterballons herzustellen. Durch die Aussage des Wissenschaftlers gerät Premierminister Blair zusätzlich unter Druck. Seit Wochen muss er sich gegenden Vorwürfe der heimischen Medien verteidigen, die von angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen ausgehende Gefahr bewusst übertrieben zu haben, um in Parlament und Öffentlichkeit die Zustimmung für den von ihm gewollten Krieg gegen Irak zu erhalten. (APA)