Google-Entwickler Mike West sagte auf der Droidcon 2012 in Berlin, dass Chrome für Android den aktuellen Android-Standardbrowser ersetzen soll, da er nicht nur schneller sei, sondern auch mehr Funktionen als der jetzige Browser biete.
Stabilisierung vor neuen Funktionen
Wie Golem berichtet, soll Chrome für Android erst stabilisiert und die Sprachunterstützung erweitert werden, bevor der Browser neue Funktionen erhält. Es fehlt auch noch die Unterstützung für WebGL und die Implementierung von freien Audio-Codecs. Da es sich bei der Android-Variante nur um einen Fork von Chrome 16 handelt, soll der Code der beiden Version wieder zusammengeführt werden.
Offline-Funktion
Unter anderem soll das Offlinelesen von Webseiten ermöglicht werden. West erklärte, dass Chrome die W3C-Spezifikationen für Offline Web Applications unterstützt. Dadurch können Webseiten, die die Spezifikationen ebenfalls unterstützen, wie eine App offline genutzt werden. Diese werden mit Hilfe von WebSQL oder IndexedDB gespeichert. Da Chrome für Android auf entsprechende Dateisystem-APIs zugreifen kann, können die Webseiten offline gelesen werden.
Unterstützt APIs
Geplant ist auch, dass Chrome für Android Websockets und Webworkers nutzen kann. Außerdem soll der Browser auf Geolocation, Orientation und die Kamera von Android zugreifen können. Schließt man ein Smartphone oder ein Tablet mit Android an einen Desktoprechner an, kann man Webseiten am Rechner in Echtzeit debuggen.
Beta
Vor gut einem Monat wurde die Beta-Version der Android-Variante von Chrome vorgestellt. Bisher hat der Browser, der vorerst nur für Android 4.0 erhältlich ist, bereits zwei Updates erhalten. Laut West ist das der Beleg für die Entwicklungsgeschwindigkeit des Browsers. (soc, derStandard.at, 15.3.2012)