Ubuntu 12.04 Beta 2.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Geht es nach den aktuellen Plänen soll es bereits Ende April wieder eine neue Version der Linux-Distribution Ubuntu geben - und zwar eine, der besondere Bedeutung zukommt. Handelt es sich doch bei Ubuntu 12.04 "Precise Pangolin" um eine sogenannte "Long Term Support"-Release, die nur alle zwei Jahre erscheint und deutlich länger als die "normalen", halbjährlichen Veröffentlichungen unterstützt wird. Nun gibt es die zweite - und letzte geplante - Beta-Version, die bereits eine recht vollständige Vorschau auf die kommende Softwaregeneration bietet.

Neues

Dabei hat sich auch seit der ersten Beta wieder einiges getan, konkret gab es einiges an Feinschliff beim Ubuntu-eigenen Launcher Unity. So gibt es nun "Quicklists" für die meisten Default-Anwendungen, die vor allem für ältere Rechner gedachte 2D-Version der Software wurde noch stärker an die "vollständige" Ausgabe von Unity angepasst. Dies inklusive der Unterstützung für das mit der neuen Version Einzug haltende "HUD", mit dem Menübefehle rasch ausgeführt werden können.

Vermischtes

Das System-Management-Tool Landscape hat Einzug in die Systemeinstellungen gefunden, die Desktop-Themes Ambiance und Radiance wurden weiter überarbeitet. In den Einstellungen lässt sich jetzt auswählen, ob der Unity-Launcher im Multi-Monitor-Betrieb nur am ersten Display oder auf allen angezeigt werden soll.

Basis

Die Basis des Systems bildet wie gewohnt ein Linux-Kernel, konkret jener in der Version 3.2.6. Ebenfalls eine wichtige Softwarequelle für Ubuntu bleibt der GNOME-Desktop, hier verwendet man bereits weite Teile von GNOME 3.4 bzw. entsprechender Vorversionen. Entgegen früheren Plänen beinhaltet dies übrigens auch die aktuellste Ausgabe der GNOME Shell, die alternativ zu Unity als Oberfläche verwendet werden kann.

Download

Ubuntu 12.04 Beta 2 kann kostenlos in Form eines Live-CD-Images von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Die fertige Version der Software ist für den 26. April geplant. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 30.03.12)