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Blumen für die Opfer des Malvinas-Krieges

Foto: Reuters/Marcarian

Ushuahia - Argentinien hat seinen Hoheitsanspruch auf die Falkland-Inseln bekräftigt. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner forderte am Montag Großbritannien auf, die UNO-Resolutionen zu befolgen, die bilaterale Verhandlungen über den Status des Archipels im Südatlantik anordnen. Die Staatschefin hielt in der Feuerlandhauptstadt Ushuahia eine Ansprache vor rund 5.000 Menschen bei der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag der argentinischen Besetzung der Inseln, die einen Monat später zum Kriegsausbruch führte.

Das internationale Recht und die Sicherheit seien nicht garantiert, bis nicht auch die Staaten mit Veto-Recht im Sicherheitsrat die Beschlüsse der Vereinten Nationen befolgten, erklärte die argentinische Präsidentin. Kirchner ging zugleich auf Distanz zur Militäraktion der damaligen Diktatur Argentiniens am 2. April 1982. "Es war keine Entscheidung des argentinischen Volkes, es war nur ein Versuch (des Militärs), sich an der Macht zu verewigen", sagte die Präsidentin. Der Krieg sei nicht zu feiern, es sei der Toten beider Seiten zu gedenken.

Die Staatschefin gab bekannt, dass sie das Internationale Rote Kreuz aufgefordert habe, die Identifizierung der noch unbekannten Leichen argentinischer und britischer Soldaten auf den Inseln einzuleiten. Im zweimonatigen Konflikt, der mit der argentinischen Kapitulation am 14. Juni 1982 endete, starben 649 Argentinier und 258 Briten. (APA, 2.4.2012)