Wien - Mit einem Vorsteuergewinn von 126 Mio. Euro (plus 10,1 Prozent) und 111,2 Mio. Euro Nettogewinn nach Steuern (plus 13,1 Prozent) hat die börsenotierte Oberbank 2011 zweistellig zugelegt. Im Ausblick für 2012 äußerte sich die größte der Regionalbanken der 3-Banken-Gruppe aber eher gedämpft, was das Umfeld betrifft.

Trotz Entspannung bei der Schuldenkrise und deutlicher Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft bleibe das Wirtschaftswachstum 2012 verhalten, Österreichs Wachstumsmotor Exportwirtschaft leide unter der internationalen Konjunkturschwäche und der Druck auf die Zinsspanne sei enorm. "In diesem Umfeld sieht es das Management der Oberbank als eine enorme Herausforderung, das hervorragende Ergebnis des Jahres 2011 auch 2012 wieder zu erreichen", hieß es.

Die Bank hat 2011 wieder etliche Millionen für Industrie-Beteiligungen fließen lassen: Knapp 100 Mio. Euro wurden aufgewendet, um sich an der AMAG mit 5 Prozent und einer Aktie zu beteiligen, den Lenzing-Anteil von 3,24 auf 5,22 Prozent zu erhöhen und bei der voest wieder auf 7,90 Prozent aufzustocken. (APA, 3.4.2012)