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Die exhumierte Leiche soll nun einer toxikologischen Untersuchung unterzogen werden.

Foto: APA/ANDREAS PESSENLEHNER

Gumpoldskirchen - Auf dem Friedhof von Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling) ist am Mittwoch die zweite Exhumierung im Zusammenhang mit zwei ungeklärten Todesfällen erfolgt. Die Leiche des im Oktober 2010 verstorbenen Wieners Herbert A. (68) soll nun einer toxikologischen Untersuchung unterzogen werden. Ergebnisse werden laut Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems, in rund vier Wochen vorliegen.

Gerichtsmediziner Christian Reiter hatte bei Herbert A. in einer Gewebeprobe eine um das 50-fache höhere Arsenkonzentration als im Normalfall festgestellt. Der Friedhof war wegen der Exhumierung vorübergehend gesperrt worden. Bereits am Montag war in Schwechat die Leiche des Niederösterreichers Alois F. ausgegraben worden.

Verdächtige in U-Haft

In beiden Fällen steht eine 51-jährige Polin unter Mordverdacht, die sich in Krems in Untersuchungshaft befindet. Seitens der Staatsanwaltschaft wird auch gegen ihren Sohn wegen vermögensrechtlicher Verdachtsmomente ermittelt, so Hütter. Gemeldet habe sich der Mann, der seiner Mutter bei der Verwertung des Vermögens - u.a. hatte Herbert A. ihr seine Wohnung überschrieben - geholfen haben könnte, bisher noch nicht.

Herbert A. war am 15. Oktober 2010 im Spital gestorben. Die Frau hatte zuvor als Pflegerin bei ihm gewohnt und ihn laut Staatsanwaltschaft auch während längerer Krankenhausaufenthalte mit von ihr selbst zubereiteten Speisen versorgt. (APA, 4.4.2012)