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Die Wiener Pandas Yang Yang (u.) und Long Hui (o.) am 19. April 2007 bei der Herstellung von Fu Long. Foto: APA

Foto: APA/GUDRUN TOMEK/TIERGARTEN SCHOENBRUNN

Washington/Wien - Erfolgreicher Sex bei den Großen Pandas ist eine seltene Angelegenheit. Weibliche Tiere können nur einmal im Jahr befruchtet werden, und das auch nur in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden in den Monaten Februar bis Mai. Das passiert immerhin recht regelmäßig: So brachte das Panda-Weibchen Yang Yang ihre Jungtiere jeweils am 21. August (2007 und 2010) im Tiergarten Schönbrunn zur Welt.

Doch das sehr kurze Zeitfenster der Fruchtbarkeit der Weibchen dürfte nicht der einzige Grund sein, warum die Züchtung der Tiere so schwierig ist: Wie die Veterinärmedizinerin Copper Aitken-Palmer vom Smithsonian Conservation Biology Institut in Washington herausfand, haben nicht nur die weiblichen, sondern auch die männlichen Pandas einen jährlichen Sexualzyklus.

Aitken-Palmer untersuchte zusammen mit Rong Hou von der Chengdu-Forschungsstation für Große Pandas in China acht männliche Tieren. Bei Messungen zeigte sich, dass die Produktion männlicher Geschlechtshormone, die Spermakonzentration und die Hodengröße drei bis fünf Monate vor der Fruchtbarkeit der Pandaweibchen anstieg. Wie die Forscher im Fachblatt "Biology of Reproduction" vermuten, dürften diese Veränderungen eine Vorbereitung auf die kurze und unvorhersehbare Zeit der möglichen Befruchtung der Weibchen sein. (tasch, APA/DER STANDARD, 5.4. 2012)