Linz - Von einem "Irrtum, den man wieder zurücknehmen muss", spricht der Linzer FPÖ-Chef und Sicherheitsstadtrat Detlev Wimmer. Das Verteidigungsministerium hatte ihn wissen lassen, "dass kein Bedarf an Ihrer weiteren Wehrdienstleistung besteht". So wurde Wimmer, der Standard berichtete, am 23. März "von der Verpflichtung zur Leistung aller Präsenzdienstarten, mit Ausnahme von Auslandeinsatzpräsenzdienstes, von Amts wegen befreit", heißt es in dem Bescheid.

"Kommunikationsprobleme"

Erst mit 1. September 2011 wurde der FPÖler von Norbert Darabos zum Leutnant der Miliz befördert. Ein "Fehler", wie wiederum Stefan Hirsch, ein Sprecher des Verteidigungsministers, sagt. Als sich Wimmer, der eigentlich eine Berufslaufbahn beim Heer einschlagen wollte, 2008 als Offizier bewarb, wurde er abgelehnt. Der Freiheitliche, dem Kontakte zum rechtsextremen Bund Freier Jugend (BFJ) nachgesagt werden, bestand die Verlässlichkeitsprüfung nicht. Daraufhin wechselte er zur Miliz, wo er eben sehr wohl Leutnant wurde. Dieses Versehen, laut Ministerium aufgrund "interner Kommunikationsprobleme" entstanden, wurde mit dem Bescheid vom 23. März behoben.

Wimmer - weiterhin Leutnant - will den Ausschluss vom aktiven Wehrdienst nicht hinnehmen. Die Begründung, eine Überprüfung habe ergeben, dass er nicht gebraucht werde, stimme nicht. So sei nie mit dem oberösterreichischen Militärkommando Rücksprache gehalten worden, meint er. "Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ,mangelnder Bedarf' ist vom roten Minister eine politische Säuberung vorgenommen worden." Kontakte zu Rechtsextremen pflege er nicht. (ker, DER STANDARD, 13.4.2012)