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Burgstaller schreibt an.

Foto: APA/Neubauer

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Rubin Okotie sorgte in Hütteldorf für den Grazer Ausgleich.

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Es ist gar nicht wahr, dass die österreichische Bundesliga keine ansehnlichen Fußballspiele zu bieten imstande ist. Der Heuler der 31. Runde zwischen dem ersten Verfolger von Spitzenreiter Salzburg und den um Anschluss ringenden Meister war zum Beispiel insgesamt ein gutes Spiel.

Rapid spielte wieder einmal vor vollem Haus und zeigte sich der Verpflichtung diesmal durchaus gewachsen. Coach Peter Schöttel hatte die verletzten Steffen Hofmann und Boris Prokopic vorzugeben, verzichtete von Beginn an auf Atdhe Nuhiu und ließ hinter der Solospitze Deni Alar Guido Burgstaller und Christopher Trimmel offensiv arbeiten. Das gelang gleich umso besser, als auch Sturm, mit elf Österreichern am Rasen und angetrieben vor allem von Florian Kainz, zu Beginn offensiv zu spielen versuchte.

Den Elan der Grazer stoppte Rapids erster Torschuss, der Goalie Christian Gratzei sichtlich überraschte und die mehr als 17.000 Zuseher mit dem 1:0 beglückte. Nach einem Einwurf hatte Burgstaller ziemlich unbedrängt aus halblinker Position getroffen (13.).

Rapid vergibt Chance auf Vorentscheidung

In der Folge kreierte Rapid mehr Torszenen als in den vergangenen beiden Derbys gegen die Austria zusammen. Die konsternierten Grazer konnten von Glück sagen, nicht schwerer beschädigt in die Pause zu kommen. So hatte Trimmel nur zum Beispiel auch die Stange getroffen (28.).

Nur 23 Sekunden nach Wiederanpfiff verfehlte Trimmel nach einem Querpass im Hineinrutschen den zweiten Treffer. Das schien nicht besonders tragisch, blieb doch Rapid dominierend, wenn auch nicht mehr so zwingend. Aber langsam stellte sich bei der jungen Sturm-Mannschaft von Interimscoach Thomas Kristl psychische Erholung ein. Heilung vom Schock des Rückstandes brachte natürlich der Ausgleich nach etwas mehr als einer Stunde. Rubin Okotie erwischte den Ball schneller als Lukas Grozurek und bejubelte sein zweites Tor für Sturm danach derart provokant, dass ihn Schiedsrichter Thomas Gangl mit einer gelben Karte belohnte (61.).

Schöttel reagierte, brachte Nuhiu für Burgstaller und Christopher Drazan für Grozurek. Die nächste Gelegenheit vergab aber Alar, der nach einem Lochpass Gratzei nicht überwinden konnte (71.). In der Schlussphase war aber Sturm dem Sieg etwas näher. Okotie scheiterte an Goalie Lukas Königshofer (74.), in der Schlussminute bekam Haris Bukva noch zwei Versuche auf ein Tor. Das erste Remis zwischen Rapid und Sturm nach 15 Spielen mit Sieger en suite war fix. 

Angriff auf Okotie

Auf dem Weg zum Mannschaftsbus wurde Okotie laut Medienberichten von einem Rapid-Fan attackiert. Der Angreifer schlug dem Stürmer angeblich ins Gesicht und entkam anschließend. (red, DER STANDARD, 23.4.2012)

Fußball-tipp3-Bundesliga (31. Runde):

SK Rapid Wien - SK Sturm Graz 1:1 (1:0)

Wien, Hanappi-Stadion, 17.300, SR Gangl

Torfolge:

1:0 (13.) G. Burgstaller

1:1 (61.) Okotie

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Soma, Schrammel - Heikkinen, Prager - Trimmel, G. Burgstaller (66. Nuhiu), Grozurek (67. Drazan) - Alar (87. Gartler)

Sturm Graz: Gratzei - Standfest, Neuhold, T. Burgstaller, Klem - Koch - Hölzl (85. Ehrenreich), Kröpfl, Bukva, Kainz - Okotie (92. Haas)

Gelbe Karten: Heikkinen bzw. Okotie, Ehrenreich