Emden - Die Durchsuchung des deutschen Frachters "Atlantic Cruiser" nach Waffen für Syrien ist nach Angaben der Reederei ergebnislos verlaufen. Die Behörden im türkischen Hafen Iskenderun hätten nur zivile Güter an Bord gefunden. Die gesamte Fracht stimme mit den ausgewiesenen Ladungspapieren überein, teilte die Reederei Bockstiegel am Mittwoch im ostfriesischen Emden mit. Dem türkischen Außenministerium lag der Untersuchungsbericht nach den Worten eines Sprechers zunächst noch nicht vor.

Die syrische Opposition hatte über schwere Waffen sowie Munition an Bord der "Atlantic Cruiser" berichtet. Eine syrische Oppositionsgruppe hatte sogar mit der Zerstörung des Frachters gedroht. Deswegen hatte das Schiff in der vergangenen Woche den türkischen Hafen angelaufen und war dort tagelang durchsucht worden.

Kein Kriegsmaterial

Nach Angaben der Emder Reederei hatte der Frachter aber zu keiner Zeit Kriegsmaterial für Syrien geladen. Allerdings hatte er neben normalem Stückgut 31 Tonnen Sprengkapseln an Bord, die für die Suche nach Erdgas und -öl im Gestein verwendet werden, hatte die deutsche Reederei Bockstiegel bereits vergangene Woche mitgeteilt.

Die EU-Staaten haben wegen der brutalen Unterdrückung der Protestbewegung in Syrien verschiedene Sanktionen gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad verhängt. Dazu gehört auch ein Waffenembargo. (APA, 25.4.2012)