Wien - "Sozial, gerecht, demokratisch. Gemeinsam stark für Wien" - unter diesem Motto hat am Samstag um 9.15 Uhr und damit leicht verspätet der 67. Landesparteitag der Wiener Sozialdemokraten in der Messe Wien begonnen. Noch vor Beginn wurde den Genossen gleich einmal der Marsch geblasen. Die roten Delegierten wurden nämlich von Live-Blasmusik in die tageslichtfreien Veranstaltungsräumlichkeiten eskortiert. Dort angekommen, wurde das rote Gastvolk von einem fiedelnden Damentrio, das Gassenhauer von Michael Jackson oder den Pointer Sisters zum Besten gab, begrüßt.

Rede von Faymann und Häupl

Der weitere Verlauf des Parteievents wird wohl weniger musikalisch ausfallen. Am Vormittag steht zuerst ein Rede von Bundesparteiobmann und Bundeskanzler Werner Faymann an. Sein Referat mit dem Titel "Für mehr Gerechtigkeit" soll Stimmung für den Wiener Parteichef Michael Häupl machen, der im Anschluss zu den Genossen spricht. Der Wahl als Parteivorsitzender muss sich Häupl heuer nicht stellen - er wurde bereits im Vorjahr für die zweijährige Amtsperiode bestätigt, wenn auch mit dem zweitschlechtesten Ergebnis als Chef der roten Landesgruppe.

100 Leitanträge

Nach den Reden stehen dann in Summe mehr als 100 Anträge - darunter vier Leitanträge - zur Disposition. Diese befassen sich mit den Themenfeldern Haushaltskonsolidierung, soziale Gerechtigkeit, Regeln des Zusammenlebens und politische Partizipation. Zum Abschluss des Parteitags, dessen Ende laut Ablaufplan für rund 17.00 Uhr vorgesehen ist, wird noch der Robert-Danneberg-Preis verliehen. Dieser ist nach einem sozialdemokratischen Kommunalpolitiker benannt, der in Auschwitz ermordet wurde. Er zeichnet Initiativen ehrenamtlicher Mitarbeiter aus. (APA, 28.4.2012)