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Rudelbildung bei Rapid.

Foto: APA/ ALOIS FURTNER

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Die Hütteldorfer mischen nicht zuletzt dank des Doppelpacks von Alar (vorne) weiter um den Titel mit.

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Ried - Der SK Rapid hat am Sonntag dafür gesorgt, dass es in einer Woche im Hanappi-Stadion zum Titel-Showdown gegen Red Bull Salzburg kommt. Die Hütteldorfer feierten bei der SV Ried zum Abschluss der 32. Runde einen 3:2-Erfolg und liegen damit nach wie vor drei Punkte hinter den Bullen. Bei einem Sieg ab zwei Toren Differenz würden die Wiener am Sonntag die Tabellenspitze übernehmen. Für die Oberösterreicher war es ein weiterer Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze.

Zur Winterpause (nach 19 Runden) lagen Rapid und Ried noch nach Punkten gleichauf an der Ligaspitze. Im Frühjahr holten die Innviertler aber nur zwölf Zähler aus 13 Spielen und rutschten auch aufgrund von drei Niederlagen in den jüngsten vier Runden mittlerweile auf Rang sechs ab. Die Rapidler brachten es 2012 auf 21 Punkte und hielten damit als einziges Team mit Leader Salzburg (26) Schritt.

"Wir sind die Einzigen, die den Titel von Salzburg noch verhindern können", sagte Rapid-Coach Peter Schöttel. Der drittplatzierten Austria fehlen bereits acht Zähler auf Rang eins. Die Rapidler haben mit fünf Punkten Vorsprung auf die Austria und Admira ihren Europacup-Platz fast schon sicher. "Für uns war es ein richtig wichtiger Sieg im Bestreben, nächstes Jahr international zu spielen", so Schöttel.

Ried-Spezialist Alar

Matchwinner war Deni Alar mit einem Doppelpack. Der Rapid-Stürmer schraubte sein Torkonto auf sieben (Saison) sowie 28 (Bundesliga) und avanciert immer mehr zum Ried-Spezialisten. Drei seiner sechs Doppelpacks in der Bundesliga hat der 22-jährige Steirer gegen die Oberösterreicher erzielt. "Die drei Punkte waren sehr wichtig, aber gegen Salzburg dürfen wir hinten nicht so nachlässig agieren", richtete der Doppel-Torschütze den Blick schon auf die Sonntagspartie.

Probleme bei Standards

Tatsächlich hatten die fünf Runden ungeschlagenen Wiener nach einer komfortablen 3:1-Führung nach dem Anschlusstreffer von Nacho noch einmal um den Sieg bangen müssen. "Wir waren phasenweise richtig gut, nach dem 2:0 aber viel zu inaktiv und bei Standardsituationen haben wir ganz schlecht ausgeschaut", zog Schöttel ein zwiespältiges Resümee.

Zwei Geschenke

Die drei Punkte nahmen die Hütteldorfer trotzdem mit, die Rieder mussten zum vierten Mal in der laufenden Saison nach den Partien gegen Salzburg (2) und die Austria vor eigenem Publikum als Verlierer den Platz verlassen. "Es war wie verhext", sagte Ried-Interimstrainer Gerhard Schweitzer. Seine Truppe habe den Gästen zwei Geschenke gemacht. "Die hat Rapid dankend angenommen", ärgerte sich Schweitzer. Das Bemühen seiner Mannschaft sei am Ende leider nicht mehr belohnt worden.

Den in allen vier Meisterschaftsduellen mit Rapid sieglos gebliebenen Innviertlern fehlen nun bereits vier Punkte auf Rang drei, der fix für einen Europacup-Startplatz reicht. Thomas Reifeltshammer und Co. haben aber auch über den Cup noch die Chance, ein Ticket für das internationale Geschäft zu lösen.

"Der Cup, das ist ein ganz anderes Spiel. Mit einer ähnlich guten Leistung können wir aufsteigen", war Rieds Trainer optimistisch. Die Oberösterreicher, bei denen Manager Stefan Reiter diese Woche erste Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten führen will, haben am Mittwoch im zweiten Halbfinale die Wiener Austria zu Gast. (APA, 30.4.2012)