Zum Auftakt der Viennale-Jubiläumsaktivitäten wird ein Konzert nachgeholt, das aus Krankheitsgründen im vergangenen Herbst abgesagt werden musste: Genesis P. Orridge wird gemeinsam mit Tony Conrad und Edward O'Dowd am Samstag, 5. Mai, im Rahmen einer Kooperation mit dem Donaufestival in der Minoritenkirche in Krems auftreten. Eine ab Juli erhältliche CD-Compilation wird übrigens Höhepunkte von Viennale-Konzerten von so unterschiedlichen Künstlern wie Bill Frisell, Vic Chestnutt und Jane Birkin versammeln.

Foto: Viennale

Mit Cate Blanchett kommt eine der faszinierendsten und interessantesten Schauspielerinnen des Gegenwartskinos für ein Gastspiel bei den Wiener Festwochen in die Bundeshauptstadt. Die Viennale widmet dem Ausnahmestar aus diesem Anlass von 13. bis 20. Mai eine Werkschau im Gartenbaukino. (Im Bild: David Finchers "The Curious Case Of Benjamin Button", zu sehen am 17. Mai.)

Foto: Viennale

Ohne die parallel laufenden Retrospektiven im Österreichischen Filmmuseum ist die Viennale kaum zu denken. Außer großen Schau im Herbst gibt es im Jubiläumsjahr eine zusätzliche Kooperation mit der Viennale, in deren Rahmen von 25. Mai bis 17. Juni die Arbeiten des chinesischen Martial-Arts-Regisseurs King Hu zu sehen sind. (Im Bild: "Ying chun ge zhi Fengbo" / "The Fate of Lee Khan", 1973.)

Foto: Celestial Pictures Limited

Filmemacher wie Ramin Bahrani, Debra Granik und Kelly Reichardt stehen für eine neue Form des US-amerikansichen Independent-Kinos, das des Alltag fernab von Sozialromantik ausleuchtet und sich zu einem wesentlichen Bestandteil der Viennale entwickelt hat. Unter dem Titel "Real America" sind ausgewählte Beispiele vom 1. bis 7. Juni im Stadtkino zu sehen. (Im Bild: Kelly Reichhardts "Wendy And Lucy" mit Michelle Williams.)

Foto: Stadtkino Filmverleih

Lou Reed, Gründungsmitglied der legendären Velvet Underground, war im Jahr 2010 höchstselbst als Filmemacher Stargast der Viennale. Seiner einstigen Band widmet die Viennale nun am 16. Juni eine "Velvet Underground Tribute Night" im RadioKulturhaus.

Foto: The Velvet Underground

Ein beziehungsreiches, am 23. November 1963 aufgenommenes Foto zeigt die berühmte italienische Schauspielerin Anna Magnani beim Zeitunglesen in ihrer Trattoria im römischen Trastevere. Gemeinsam mit dem Restaurant Xpedit wird das historische Menü als Hommage unter dem Titel "Mangare come Magnani" am 28. Juni noch einmal zubereitet.

Foto: Viennale

Ein Buch mit Filmplakaten bringt die Wienbibliothek am 10. Oktober heraus. Den Schwerpunkt bilden die Plakate der Viennale.

Foto: Viennale

Die Österreichische Post widmet der Viennale zum Jubiläum eine Sonderbriefmarke. Die Marke zeigt ein Bild aus Jean-Luc Godards Viennale-Trailer "Une Catastrophe" aus dem Jahr 2008, das seinerseits eigentlich aus Filmklassiker "Menschen am Sonntag" aus dem Jahr 1930 stammt.

Foto: Viennale

Dass hochkarätige Filmemacher von Jean-Luc Godard über Jonas Mekas und Agnès Varda bis zu David Lynch den Viennale-Trailer gestalten ist zu einer schönen Tradition geworden. Den Viennale-Jubiläumstrailer (Bild) gestaltet der große französische Filmessayist Chris Marker. Die Premiere erlebt dieser kurze Film über die lange Geschichte des Kinos im August beim Filmfestival von Locarno. Dort werden unter dem Titel "20 Little Filmes" auch alle bisherigen Viennale-Trailer zu sehen sein. In den heimischen Kinos läuft der Jubiläumstrailer dann natürlich auch.

Foto: Viennale

Wer ihre Autobiografie "Just Kids" gelesen hat, weiß dass Rock-Ikone Patti Smith nicht nur Musik macht und schreibt, sondern seit Beginn ihrer kreativen Tätigkeiten auch als bildenden Künstlerin aktiv ist. Eine Ausstellung mit Fotos und Zeichnungen von Smith gibt es während der Viennale in der Galerie Christine König zu sehen.

 

Foto: Viennale

In den Jahren 1991 und 1992 war der deutsche Filmemacher Werner Herzog gemeinsam mit Reinhard Pyrker Direktor der Viennale. Anlässlich des Jubiläums wird Herzog das Filmfestival besuchen, um die Östereichpremiere seiner vierteiligen Doku-Reihe "On Death Row" über Todeskandidaten in texanischen Gefängnissen zu präsentieren.

Foto: Viennale

Für die Kameraarbeit des legendären Gangsterfilms "Get Carter" (1971) zeichnete ein Österreicher, Wolf Suschitzky, verantwortlich. Die Viennale würdigt den großen Kameramann und Fotografen anlässlich seines 100. Geburtstags mit einem Galaabend im Gartenbaukino, zu dem auch der Jubilar selbst erwartet wird.

Foto: Joerg Burger

Was aber wäre ein Jubiläum ohne ein Fest mit dem Publikum? Eben. Eine große Viennale-Party soll - bei freiem Eintritt - am 13. September in der Volksgarten-Disko steigen. Das 50. Ausgabe des zu feiernden Filmfestivals selbst findet dann vom 25. Oktober bis 7. November statt. (red, derStandard.at, 4.5.2012)

Foto: Viennale