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Bill auf Band: Grantig bis vergesslich
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Nachlese:

Microsoft Says Government Should End Antitrust Lawsuit

Unternehmen reagieren auf Microsoft-Prozeß

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Microsoft Prozess, siebter Prozesstag - Bill Gates als Adolf Hitler, Barksdale spielt Stalins Part

Washington - Die Übernahmeverhandlungen des Online-Dienstes AOL mit dem Internet-Pionier Netscape sorgen für neuen Diskussionsstoff im Kartellverfahren gegen den Softwarekonzern Microsoft . Sowohl Anklagevertreter als auch Microsoft sagten, sie sähen sich durch die geplante Allianz in ihrer Haltung bestätigt. Der Volkswirt Frederick Warren-Button erklärte als Sachverständiger der Regierung, das monopolistische Verhalten von Microsoft habe dazu beigetragen, daß Netscape nun verschwinde. Microsoft-Anwalt William Neukom sagte, die Fusionspläne zögen der Regierung in dem Verfahren den Boden unter den Füßen weg. Die US-Regierung und 20 Bundesstaaten haben Microsoft verklagt, weil der Konzern wettbewerbswidrig seine führende Position auf dem Markt für Betriebssysteme ausgenutzt haben soll. Unter anderem soll der Software-Riese seine Marktmacht gegen den Rivalen Netscape und dessen Internet-Programme eingesetzt haben. Die Fusionspläne zeigten, daß der Markt den Eingriffen der Regierung immer fünf Schritte voraus sei, sagte Neukom. Die Microsoft-Konkurrenten hätten immer die Möglichkeit besessen, die Wettbewerbssituation auf dem Markt über Nacht zu verändern. Die Regierung habe in dem Streit einseitig Partei ergriffen. Regierungsanwalt David Boies erklärte, die Pläne von America Online (AOL) und Netscape hätten keinen wesentlichen Einfluß auf das Kartellverfahren. Keines der Wettbewerbshindernisse, die Micrososft in der Branche aufgebaut habe, sei damit beseitigt. Der Kurs der Microsoft Aktie erreichte einen neuen Höchststand. Aber auch AOL und Netscape legten deutlich zu. (APA/Reuters)