Kann Sexualität und Geschlecht jenseits von "Hautfarbe" und "Rasse" gedacht werden? Und: Wie sind diese Kategorien historisch miteinander verwoben? Welche aktuellen politischen und künstlerischen Strategien folgen daraus?

Im Vortrag "Queere Kunst und die Verschränkung von 'Rasse', Sexualität und Geschlecht" von Michaela Wünsch werden gegenseitige konstitutive Bedingtheiten von "Rasse", Sexualität und Geschlecht anhand historischer Beispiele aufgezeigt und auf das Konzept queerer Kunst bezogen. Einerseits beinhaltet "queer" den Fokus auf eine nicht-normative Sexualität, aber auch eine spezifische Lesart und politische Strategie, die aufzeigt, wie sich die Norm selbst subvertiert.

Wünsch fragt außerdem danach, wie sich "queere" Strategien, die sich vor allem auf Sexualität und Geschlecht stützen, um eine Rassismuskritik erweitert werden kann, oder ob dieser Aspekt ein blinder Fleck bleibt. (red, 8.5.2012)