Istanbul - Bei einer Schießerei mit Kämpfern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sind im Süden der Türkei drei Soldaten getötet worden. In das Berggebiet nahe der Stadt Dörtyol seien danach mehrere hundert Soldaten und Polizisten verlegt worden, berichteten türkische Fernsehsender weiter. Dörtyol liegt in der Provinz Hatay zwischen dem Mittelmeer und der syrischen Grenze.

Türkische Regierungsvertreter haben in den vergangenen Wochen mehrfach die Befürchtung geäußert, dass es in Folge der Kämpfe im benachbarten Syrien auch zu einer Eskalation der Auseinandersetzungen mit kurdischen Rebellen in der Türkei kommen könnte. Ankara warnte das Regime in Damaskus, das sei mehr als einem Jahr massive Proteste blutig niederschlagen lässt, scharf davor, die PKK zu unterstützen.

Die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat berichtete, es habe am Donnerstag weitere Kämpfe in dem Gebiet um Dörtyol gegeben.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurden-Gebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. (APA, 17.5.2012)