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Steht nicht alleine da: Harald Ruiss.

Foto: APA/Oczeret

Wien - Der ÖFB zeigt sich im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen nach der heftigen Kritik von Harald Ruiss am österreichischen Fußball-Schiedsrichterwesen wenig auskunftsfreudig. Zum laufenden Verfahren und den erhobenen Vorwürfen gebe es derzeit keine weiteren Stellungnahmen, hieß es in einer Aussendung des Verbandes am Mittwoch.

Unterdessen erhielt Ruiss zumindest teilweise Unterstützung von Günter Benkö, Ex-FIFA-Referee und Mitglied der Schiedsrichterkommission. "Viele Dinge, die er aufzeigt, kritisiert er zu Recht", sagte der Bundesliga-Besetzungsreferent gegenüber dem Internetportal "90minuten.at" und bestätigte auch die "geschönten" Zeiten von Fritz Stuchlik bei den Lauftests.

Der frühere Spitzenschiedsrichter Bernhard Brugger schloss sich den Aussagen von Ruiss vollinhaltlich an. "Das kann ich 1:1 unterschreiben", sagte der Salzburger zu "90minuten.at".

Ruiss hatte in der Vorwoche in einem offenen Brief als Reaktion auf seine Rückstufung auf die "Leistungsstufe 3" (Regionalliga) scharfe Kritik unter anderem an Johann Hantschk, dem Vorsitzenden des Bundesliga-Elite-Komitees, und an Schiedsrichter-Manager Stuchlik geübt. Daraufhin wurde vom ÖFB ein Disziplinarverfahren gegen den 30-jährigen Wiener eingeleitet, womit er bis auf Weiteres für alle Bewerbsspiele in Österreich suspendiert ist.

"Da es sich dabei um ein schwebendes Verfahren handelt, dürfen wir bis zu dessen Abschluss keine weitere Stellungnahme dazu abgeben", wurde Robert Sedlacek, der Vorsitzende der ÖFB-Schiedsrichterkommission, in der ÖFB-Mitteilung zitiert. (APA, 24.5.2012)