Cover: FilmmuseumSynemaPublikationen

Die filmische Arbeit von Olivier Assayas kennzeichne "eine Skepsis gegenüber Bildern, die wie Waren zirkulieren und nur wieder auf sich selbst verweisen", schreibt Dominik Kamalzadeh anlässlich einer dem französischen Regisseur gewidmeten Gesamtschau im Österreichischen Filmmuseum. Gelegenheit, sich weiter in das Werk des seit drei Jahrzehnten tätigen Filmemachers zu vertiefen, bieten gleich zwei Publikationen, die parallel in der Schriftenreihe Filmmuseum-Synema-Publikationen erschienen sind.

Eine reich illustrierte Monografie über Assayas hat der renommierte Autor und Filmemacher Kent Jones zusammengestellt. Es beruht auf langjähriger Korrespondenz und einem Ideenaustausch zwischen dem Filmemacher und dem Herausgeber, dessen Überblicksessay den Auftakt bildet. Im Kern des Buches untersuchen Schriftsteller und Kritiker wie Greil Marcus, Geoffrey O'Brien, Howard Hampton, Kristin M. Jones, B. Kite oder Glenn Kenny jeden Assayas-Film in individuellen Aufsätzen. Außerdem enthält der Band, der zugleich das erste englischsprachige Buch über Assayas darstellt, Beiträge des Filmemachers und seiner engsten künstlerischen Mitarbeiter sowie eine Filmografie und Bibliografie.

Im Zentrum der zweiten Publikation, "A Post-May Adolescence. Letter to Alice Debord", steht ein autobiografischer Bericht von Assayas, in dem er seine persönliche Sozialisation und schwierige Selbstfindung im "nachrevolutionären" Klima der 70er Jahre schildert. (red, derStandard.at, 31.5.2012)

>>> Zum Gewinnspiel