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Rechtsextremist Marian Kotleba wird bei einer illegalen Kundgebung in Bratislava im Jahr 2009 von der Polizei entfernt.

Foto: AP/CTK

Bratislava - Ein führender slowakischer Rechtsextremist hat ein Grundstück inmitten einer illegal errichteten Roma-Siedlung erworben und will die Bewohner nun vertreiben. Der für seine rassistische Hetze gegen die Roma-Minderheit berüchtigte Marian Kotleba kündigte an, die Wohnhäuser abzureißen. Der Roma-Beauftragte der slowakischen Regierung, Miroslav Pollak, warnte am Donnerstag auf der Internetseite seiner Behörde vor gewaltsamen Ausschreitungen.

Laut Gesetz habe er als Grundstückseigentümer das Recht, jederzeit illegalen "Abfall" von seinem Besitz zu entfernen, erklärte Kotleba auf seiner Internetseite. Die Hütten des Roma-Slums seien für ihn nichts anderes als eine Mülldeponie. Ziel sei es, das Gelände "in seinen gesetzeskonformen ursprünglichen Zustand als unbebaute Felder zurückzuführen".

Nach Schätzungen der Gemeinde Krasnohorske Podhradie, zu der das Areal gehört, leben bis zu 900 Angehörige der Roma-Minderheit in der illegal errichteten Siedlung. (APA, 31.5.2012)