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Kinder am Samstag in Gaza City bei einer Demonstration der Palästinenserorganisation Hamas zur Solidaritätsbekundung gegenüber palästinensischen Kriegsgefangenen.

Foto: apa/epa/saber
Amman/Schuneh/Gaza/Ramallah - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer und der EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragte Javier Solana haben die Bedeutung Europas im Nahost-Friedensprozess unterstrichen. Der Friedensplan des Nahost-Quartetts wäre ohne den Beitrag der EU nicht zu Stande gekommen, sagte Solana am Sonntag bei der Sonderkonferenz des Weltwirtschaftsforums in Jordanien. Zu dem Quartett gehören die USA, Russland, die Europäische Union und die Vereinten Nationen.

Vergeltung

Nach der gezielten Tötung des Hamas-Führungsmitglieds Abdallah Kawasmeh durch israelische Soldaten hat die radikalislamische Palästinensergruppe indessen eine gewaltsame Vergeltung angekündigt. Kawasmehs Tod werde "nicht ungesühnt bleiben", sagte das Hamas-Führungsmitglied Abdelaziz Rantisiam Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

"Der zionistische Feind muss sich auf eine Antwort der Hamas auf dieses Verbrechen gefasst machen", sagte Rantisi. Er betonte, dass Kawasmeh der Chef des bewaffneten Hamas-Flügels im Westjordanland gewesen sei. Kawasmeh war am Samstagabend von einer Spezialeinheit der israelischen Armee getötet worden.

Friedensgespräche gefährdert

Kawasmehs Tötung belastet nach Einschätzung des palästinensischen Informationsministers Nabil Amr die Gespräche palästinensischer Gruppen über eine Waffenruhe mit Israel. "Dieser Angriff macht die Sache eindeutig schwieriger", sagte Amr in Ramallah. Er warf Israel vor, den Konflikt mit den Palästinensern bewusst zur Eskalation zu treiben. "Die Palästinenser werden aber nicht in diese israelische Falle treten." (APA)