New York - Hedgefondsmanger bleiben lieber Durchschnitt, wenn es um die Performance geht. Eine Studie des Research-Hauses Bridgewater unter mehr als 1600 Hedgefonds kam zu dem Ergebnis, dass sich die Erträge von Fonds mit der gleichen Strategie nicht viel voneinander unterschieden.

"Die Hedgefonds in einer Strategie sind überwiegend extrem stark miteinander korreliert", heißt es in dem Bericht. Bridgewater kommt zu dem Schluss, dass die meisten Hedgefondsmanager nur Gewinn machen wollten. Der Aspekt, den anderen über eine bessere Auswahl der Wertpapiere oder ein besseres Timing ihrer Transaktionen zu übertrumpfen, zähle nicht.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres kamen Hedgefonds im Schnitt auf sieben Prozent Gewinn. Das sind die besten Anfangsmonate seit 1999. Aber zum ersten Mal seit drei Jahren geht es auch an den Börsen wieder nach oben. Stephen Brown, Finanzprofessor in New York, kommt in Studien ebenfalls zum Schluss, dass der jeweilige Markt, in dem Hedgefonds agieren, den Großteil der Performance ausmacht.

Hedgefonds sind wenig regulierte Investmentpools für vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren. Sie sind meist in ihrer Anlagestrategie hochspekulativ und wollen sich per definitionem nicht an Märkten orientieren. (Bloomberg, Der Standard, Printausgabe, 23.06.2003)