Christian Petz hat den zwei Restaurants von Wein & Co ein neues Konzept verpasst.

Foto: Copyright Herbert Lehmann/Wein & Co

Aber nicht doch. Nur weil die Weinhandelskette Wein & Co seit einiger Zeit auch Mittagsmenüs - und noch dazu zu echten Kampfpreisen - anbietet, heißt das keineswegs, dass dazu zwangsläufig auch ein Glas Wein (oder gar zwei!?) geordert werden müssten.

Das wäre in einem Land wie dem unseren, wo Wein immer noch ziemlich ausschließlich als Trankl und nicht als Begleiter eines zivilisierten Essens verstanden wird, auch nicht durchzusetzen. Man darf also ganz schamlos auch Apfelsaft gespritzt, Coca-Cola oder auch nur Wasser trinken, während man um gerade einmal 9,90 Euro ein zweigängiges Menü verputzt, das sich in dieser Qualität auch mit deutlich teurerem Essen messen kann.

Neues Konzept von Christian Petz

Schuld daran ist wieder einmal Christian Petz, der einstweilen zwei Restaurants der Großkette ein neues Konzept verpasst hat. Und Küchenchef Martin Kammlander, der im Shop Jasomirgottstraße auch selbst hinterm Herd steht. Da darf man sich etwa eine richtig fein abgeschmeckte Ribollita erwarten und danach ein frisch gegrilltes Kalbsschnitzel mit leichter Pilzsauce. Oder auch den wunderbaren Petz-Oktopus mit Artischocken und Safran. Hinterher gibt es Hausbrandt-Espresso um gerade einmal einen Euro. Darauf sollte man jetzt aber echt ein Gläschen heben! (Severin Corti, DER STANDARD, 9.6.2012)