Moskau - In Russland ist am Mittwoch ein Skinhead wegen eines rassistisch motivierten Mordes zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Skinhead vor einem Jahr zusammen mit mehreren Komplizen mitten im Zentrum von Moskau zwei Menschen wegen ihres "nichtslawischen Aussehens" verprügelt hatte, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete.

Den Angaben zufolge versetzte der Beschuldigte seinen Opfern mindestens fünf Messerstiche. Eines der beiden Opfer erlag später seinen Verletzungen. Da der Verurteilte während der Tat noch minderjährig war, hatten ihm maximal zehn Jahre Haft gedroht. Seine Komplizen konnten hingegen nicht identifiziert werden.

In Russland hat die Zahl rassistisch motivierten Gewalttaten in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Menschen aus dem Kaukasus und den früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien, aber auch gegen Studenten und Arbeiter aus Asien und Afrika. (APA, 21.6.2012)