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PayPals strenge Politik erstreckt sich nun auch auf VPN-Anbieter

Foto: ap

Dass PayPal rigoros gegen BitTorrent- und Filesharing-Anbieter vorgeht ist ja keine Neuigkeit an sich. Jetzt hat PayPal allerdings diese Politik auch auf einen VPN Provider ausgeweitet. Wie Torrentfreak berichtet, wurde TorGuard, ein Unternehmen, das VPN und Proxy Services anbietet, von PayPals Diensten ausgeschlossen. Als Grund wird TorGuards Nähe zu BitTorrent angegeben.

Verletzung von Vereinbarungen

TorGuard hat spezielle Angebote für BitTorrent User, die ihre IP Adressen geheim halten möchten. Ohne Vorwarnung hat PayPal deshalb TorGuard gesperrt. Folgendes Mail wurde von PayPal verschickt: "Als wir euren Account überprüft haben, haben wir bemerkt, dass eure Aktivitäten einige unserer Vereinbarungen verletzt. Deshalb haben wir eure Accounts limitiert und können euch nicht länger unsere Dienste anbieten. Ihr werdet trotzdem in der Lage sein euch einzuloggen und eure Transaktions-Historie einsehen können, aber das Senden und Empfangen von Geld wird nicht mehr möglich sein."

Appell der Unterhaltungsindustrie

Um welche Vereinbarungen es sich konkret handelt, wurde nicht erwähnt. TorGuards Besitzer wollte eine Erklärung von PayPal, zurück kam aber nur die Information, dass der Account geschlossen bleibt. Nach einem Anruf wurde ihm mitgeteilt, dass das Bewerben von Torrent Trackern nicht erlaubt sei. Auch eine Erklärung des Hosting Providers seiner Services brachte nichts. PayPal schaltet auf stur. Viele automatische Zahlungen wurden eingefroren. Die Kunden sind zwar geduldig, werden aber bald ihr Geld zurückverlangen. PayPals Anti-BitTorrent-Politik rührt von einem Appell der Unterhaltungsindustrie, die PayPal aufforderte, Verantwortung zu übernehmen und Online Piraterie nicht zu unterstützen. (iw, derStandard.at, 25.6.2012)