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Darunter könnte ein islamistischer Extremist sein.

Foto: EPA/Morton

Washington - Die US-Bundespolizei FBI vermutet einem Radiobericht zufolge etwa einhundert islamistische Extremisten in den Reihen der US-Armee. Rund zehn Fälle, bei denen die Verdächtigen aktiv Anschläge planten oder in Kontakt mit gefährlichen Extremisten seien, gälten als "ernste" Bedrohung, meldete das National Public Radio (NPR) am Montag (Ortszeit). Unter den Verdächtigen seien sowohl aktive Armeeangehörige und Reservisten als auch Zivilisten mit Zugang zu Militäreinrichtungen. Das Verteidigungsministerium wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

Die Ergebnisse der Untersuchung stellte das FBI laut NPR vergangenen Dezember bei einer Anhörung einer gemeinsamen Kommission des Repräsentantenhauses und des Senats hinter verschlossenen Türen vor. Dem Bericht zufolge erinnerte der Kommissionsvorsitzende Joe Lieberman in dem Zusammenhang an die Bluttat des US-Militärpsychiaters Nidal Hasan. Dieser hatte am 5. November 2009 in Fort Hood zwölf Soldaten und einen Zivilist erschossen sowie 32 weitere Menschen verletzt. Kurz nach der Tat wurde bekannt, dass Hasan mit dem radikalislamischen Prediger Anwar al-Aulaki in Kontakt gestanden hatte, der bei einem US-Drohnenangriff im September 2011 im Jemen getötet worden war. Hasan droht die Todesstrafe. (APA, 26.6.2012)