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Bereits vor drei Jahren wurden auf dem Gelände der serbischen Kohle-Mine Überreste einer Mammut-Kuh entdeckt. Nun legten Paläontologen sechs weitere Tiere frei.

Foto: REUTERS/Marko Djurica

Belgrad - In einer serbischen Kohle-Mine sind Gebeine von mindestens sieben Mammuts entdeckt worden. Wie der Archäologe Miomir Korac am Freitag erläuterte, wurden in Kostolac, 70 Kilometer östlich von Belgrad, bereits vor drei Jahren Überreste einer Mammut-Kuh gefunden, die vor etwa einer Million Jahren verendete. Inzwischen seien "etwa alle 30 Meter" von der Fundstätte entfernt Knochen von sechs weiteren Dickhäutern aus der Zeit vor rund 100.000 Jahren entdeckt worden, die zu einer anderen Mammut-Art gehörten.

"Friedhofs"-These

Korac sagte, die Ausgrabungen stünden noch ganz an ihrem Anfang. Allerdings müssten die Behörden rasch entscheiden, wie weiter vorzugehen sei, weil der Kohle-Mine wegen der Arbeiten große Verluste entstünden. Das Gelände sei von den Mammuts über einen "sehr langen Zeitraum" genutzt worden, sagte Korac. Daraus lasse sich die Hypothese ableiten, dass es sich um einen "Friedhof" handle.

Aus der Beobachtung von alternden Elefanten wurde immer wieder die Vermutung abgeleitet, sie begäben sich vor ihrem Tod zu einem kollektiven Sterbeplatz. Die meisten Wissenschafter gehen aber davon aus, dass es bei den Dickhäutern keine Vorstellung von einem gemeinschaftlichen Friedhof gibt. (APA, 29.6.2012)