Bild nicht mehr verfügbar.

Im schlimmsten Fall droht Apple ein Verkaufsverbot von 30 Tagen

Foto: Reuters

Nach italienischem Recht müssen Hersteller ihre Produkte zwei Jahre lang unter Garantie stellen. Das italienische Kartellamt hat nun rechtliche Schritte gegen Apple eingeleitet, da das Unternehmen sich nicht an besagtes Gesetz hält. Die mögliche finanzielle Höchststrafe beträgt 300.000 Euro. Auch ein Verkaufsstopp von Apple-Produkten in Italien wird angedacht, falls das Unternehmen weiterhin keine Zwei-Jahres-Garantien anbietet.

900.000 Euro Strafe

Wie Ars Technica berichtet, musste Apple bereits im Dezember 2011 eine Strafe in der Höhe von 900.000 Euro zahlen, wegen Irreführung italienischer Verbraucher über ihre Rechte bei Produktgarantien. Zu diesem Zeitpunkt hat Apple seine üblichen Ein-Jahres-Garantien mit einem zusätzlichen kostenpflichtigen Garantiejahr angeboten. Die Kommunikation den Kunden gegenüber habe sich zwar verbessert, indem dieses Recht auf der Website im Apple Store publiziert wurde, aber Apple hält sich immer noch nicht zur Gänze an die lokalen Gesetze, weil es weiterhin seine eigenständigen Garantiemodelle vertreibt.

Apple zeigt sich uneinsichtig

Die italienischen Behörden wollen, dass Apple auf eine zweijährige Garantie hinweist. Nun hat Apple 30 Tage Zeit, um ein Gegenargument einzureichen. Sollte Apple nicht aufhören gegen die Anordnung des Kartellamts zu verstoßen, droht nicht nur eine hohe Strafe, sondern auch ein 30-tägiges Verkaufsverbot von Apple-Produkten in Italien. Apple hat bereits angekündigt die Entscheidung des Kartellamts nicht anzuerkennen. Die italienischen Behörden sind darüber bereits informiert. (iw, derStandard.at, 4.7.2012)