La Paz - Die bolivianische Regierung hat Soldaten gegen Bergarbeiter eingesetzt, die seit Beginn der Woche vier Fernstraßen in der Umgebung der Hauptstadt blockieren. Die Soldaten eröffneten bei Caracollo, 50 Kilometer südlich von La Paz, das Feuer auf mehrere tausend Arbeiter. Einer von ihnen wurde tödlich am Kopf getroffen, wie der Bürgermeister von Oruro, Ivo Arias, am Dienstag mitteilte. Die am Montag begonnenen Blockaden sollen der Forderung nach Einrichtung eines Stützungsfonds für den Bergbau Nachdruck verleihen. Wegen der Einbußen auf Grund niedriger Weltmarktpreise für Zink, Blei und Zinn verlangen die Gewerkschaften einen staatlichen Fonds mit einem Volumen von 520 Millionen Euro. Die Regierung hat bisher lediglich eine Unterstützung von 865.000 Euro angeboten. (APA/AP)