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Foto: APA/dpa/Rademacher
Schon lange fordern die österreichischen Zeitungsverleger Zugang zu den Hausbriefkästen, die bisher nur der Post offen standen. Mit der Novelle zum Postgesetz soll dieser dringende Wunsch erfüllt werden. Die unlängst im Ministerrat beschlossene Regierungsvorlage sieht vor, dass künftig Briefkästen mit Einwurfschlitzen in den Häusern installiert werden sollen. So könnten die Zeitungen direkt ins "Postkastl" zugestellt werden, anstatt auf der Fußmatte vor der Haustür zu landen. Die Umrüstung auf die neuen Briefkästen dauert dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) aber zu lange, wurde am Donnerstag betont. Die neuen Regelungen werden zwar mit "Befriedigung" kommentiert, und seien ein "erster Schritt, um die derzeit bestehende erhebliche Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten der Post gegenüber privaten Zustellern abzubauen". Der für die Umrüstung auf alter Anlagen aber doch etwas großzügig bemessene Zeitraum bis zum 1. Jänner 2009 stößt allerdings auf Ablehnung der Verleger, da sie die Monopolstellung der Post "noch auf Jahre hinaus" aufrechterhalten würde, heißt es. Bis spätestens 1. Jänner 2005 will der VÖZ alle Briefkästen umgerüstet sehen. Neue Häuser oder Brieffachanlagen sollen laut Gesetzesentwurf ohnehin nur mit "mit Schlitz" versehen sein dürfen. (APA)