Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hält nichts vom Vorschlag von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, erstinstanzlich verurteilte Politiker bis zu einem endgültigen Urteil zu "suspendieren". Ein Rücktritt nach einem Schuldspruch sei "eine Selbstverständlichkeit", meinte er am Mittwoch gegenüber der APA. "Strache sollte umgehend bei seiner verurteilten FPÖ-Abgeordneten Susanne Winter seiner hilflosen Rhetorik konkrete Taten folgen lassen", so Kräuter.

Strache versuche, sich nun als "Saubermann und Reformer" darzustellen, kritisierte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Besonders lächerlich findet er Straches Rückendeckung für den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf in der Stiftungs-Causa. Die Aussage, wonach dieser Charakter bewiesen habe, sei "eine Verhöhnung der geschädigten alten Dame und beweist die unglaubliche Brutalität Straches". Auch die "abenteuerlichen Versuche" des FPÖ-Chefs, die Mitverantwortung für den Eurofighterskandal "abzuschieben", empören Kräuter. (APA, 8.8.2012)