Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag ohne klare Richtung tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor geringfügig um 6,29 Zähler oder 0,07 Prozent auf 8.885,15 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 54,76 Zähler (minus 0,27 Prozent) auf 20.081,36 Einheiten. Der Shanghai Composite büßte 32,73 Punkte oder 1,51 Prozent auf 2.136,08 Punkte ein.

Zulegen konnten hingegen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.064,81 Zählern und einem Plus von 10,61 Punkten oder 0,35 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 6,7 Zähler oder 0,16 Prozent auf 4.309,50 Einheiten.

Von Marktexperten hieß es, den Hoffnungen auf wirtschaftliche Stimulierungsmaßnahmen Chinas sowie der US-Notenbank stehe die Sorge über ein weltweit schwaches Wachstum gegenüber. Diese Sorgen hätten durch enttäuschende Daten aus Japan neue Nahrung erhalten.

Die japanische Wirtschaft bekommt die globale Konjunkturabkühlung zu spüren. Das Wachstum der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft verlangsamte sich im zweiten Quartal überraschend kräftig. Das Bruttoinlandsprodukt legte nur noch um 0,3 Prozent zu von noch 1,3 Prozent zu Jahresbeginn, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Experten hatten ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal erwartet.

Laut Börsianern in Tokio blieb der Umsatz im Nikkei um 41 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 30 Handelstage, da wegen des O-bon-Feiertags und des anschließenden Festivals viele Unternehmen ihre Pforten schon vorzeitig geschlossen hätten.

Die Aktien des Onlinespiele-Entwicklers Nexon weiteten ihre Verluste vom Freitag nach einer Gewinnwarnung aus und büßten knapp acht Prozent ein. Dagegen legten die Titel von Nikon um mehr als 1,5 Prozent zu. Händlern zufolge profitierten die Aktien des stark vom US-Markt abhängigen Kameraherstellers von den Hoffnungen auf Wachstumsimpulse durch die US-Notenbank.

Die Aktien von Lenovo verloren in Hongkong mehr als ein Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge schloss der Computerhersteller einen Vertrag mit AU Optronics zum Kauf von LCD-Produkten im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar ab. Die Aktien des zur taiwanesischen Benq-Gruppe gehörenden Herstellers von LCD-Flachbildschirmen verteuerten sich um mehr als drei Prozent.

China Coal Energy büßten 3,53 Prozent auf 7,38 Hongkong Dollar ein. Aluminum Corp verloren 2,94 Prozent auf 3,30 Dollar. Zu den Kursgewinnern in Hongkong zählten hingegen Sino Land, die um 1,91 Prozent auf 13,90 Hongkong Dollar stiegen und Henderson Land konnten um 0,74 Prozent auf 47,40 Hongkong Dollar zulegen. (APA, 13.8.2012)