Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag keinen klaren Trend gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbesserte sich um 167,72 Zähler oder 1,88 Prozent auf 9.092,76 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel indes um 89,34 Zähler (minus 0,45 Prozent) auf 19.962,95 Einheiten. Für den Shanghai Composite ging es ebenfalls nach unten, und zwar um 6,74 Punkte oder 0,32 Prozent auf 2.112,20 Stellen.

Die Märkte in Singapur und Sydney konnten wiederum zulegen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.062,89 Zählern und einem hauchdünnen Plus von 0,78 Punkten oder 0,03 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 46,5 Zähler oder 1,08 Prozent auf 4.353,50 Einheiten.

Positiv für die Kursentwicklung in Fernost werteten Marktbeobachter Aussagen des chinesischen Premierministers Wen Jiabao, der eine monetäre Lockerung angedeutete hatte. Der nachlassende Inflationsdruck lasse vermehrt Spielraum für geldpolitische Maßnahmen zu, sagte er. Daten, wonach in China die ausländischen Direktinvestitionen im Juli auf ein Zweijahrestief gefallen sind, belasteten indes die Notierungen in der Volksrepublik.

China Mobile rutschen ab

In Hongkong rutschten China Mobile in Reaktion auf die Präsentation ihrer Zwischenbilanz ans untere Ende des Hang Seng Index und verloren dort um 4,92 Prozent auf 87,00 Hongkong-Dollar. Nur mit heftigen Rabatten kann sich der nach Kundenanzahl weltgrößte Mobilfunkkonzern die Konkurrenz vom Leib halten und bezuschusste zuletzt vor allem die Internetnutzung. Wegen den gestiegenen Kosten blieb der Gewinn im zweiten Quartal mit 34,4 Mrd. Yuan beinahe auf Vorjahresniveau.

Zahlen brachten auch der Bekleidungsproduzent Daphne International und der Computerhersteller Lenovo. Die beiden Aktien schnellten außerhalb des Hang Seng Index um 8,17 Prozent auf 8,21 Dollar bzw. um 6,28 Prozent auf 6,60 Dollar nach oben.

Ein deutliches Plus ging sich an der Tokioter Börse aus, hier stützte zusätzlich die starke Performance der Exportwerte infolge eines schwächelnden Yens. Bei den Autowerte befestigten sich Honda um 2,10 Prozent auf 2.579,00 Yen und Toyota gewannen um 3,17 Prozent auf 3.250,00 Yen dazu. Im Elektroniksektor stiegen Sony um 3,93 Prozent auf 926,00 Yen an, Panasonic und Pioneer kletterten gar um 5,52 Prozent auf 573,00 Yen bzw. 6,44 Prozent auf 215,00 Yen.

Unter den im australischen ASX-20 gelisteten Einzelaktien konnten einige Finanzwerte größere Aufschläge für sich verbuchen. So stiegen Suncorp um 2,08 Prozent auf 8,85 australische Dollar, Westpac Banking verbuchten einen Zuwachs in Höhe von 1,86 Prozent auf 24,12 Dollar und Macquarie erhöhten sich um 1,47 Prozent auf 26,30 Dollar. Minentitel blieben im Vergleich dazu etwas zurück; Newcrest Mining legten moderat um 0,53 Prozent auf 24,51 Dollar zu und Rio Tinto schwächten sich gar um 0,64 Prozent auf 54,75 Dollar ab. (APA, 16.8.2012)