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Vier Jahre Haft für Anton V., der Streaming-Seiten auf seiner Website verlinkte

Foto: Reuters

Der Webseiten-Betreiber von surfthechannel.com wurde nun von einem britischen Gericht zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Webseite beinhaltete Links zu Streams von Serien und Filmen. Laut BBC war dies eine der populärsten Seiten für Piraterie-Content in Großbritannien.

Kein Hosting, nur Links

Die Seite enthielt Links zu illegalen als auch legalen Videoinhalten. User wurden dazu angehalten, nicht funktionierende Links zu melden und oder neue vorzuschlagen. Auf der Seite selbst wurden keine Videos gehostet. Umgeleitet wurden die User teilweise auf beliebte Seiten wie Megavideo. Die britische "Federation Against Copyright Theft" zählte zuletzt 400.000 tägliche Besucher auf der Seite. Verdient hat Anton V. hauptsächlich mit Werbung: 35.000 Pfund im Monat.

Höchststrafe: Zehn Jahre Haft

Anton V., der für die Verwaltung des Contents sogar Leute engagiert hat, wurde bereits im Juni wegen Betrugs und des Ermöglichens von Copyright-Verletzungen für schuldig befunden. In Großbritannien beträgt die Höchststrafe für dieses Vergehen zehn Jahre. Die Behörden argumentierten die Haftstrafe damit, dass V. bewusst Geld durch das Zuverfügungstellen von illegalen Inhalten gemacht hat. Das Urteil soll eine "Nachricht an jene seine, die ähnliche Seiten betreiben".

Privatdetektiv

Die Einnahmen schickte V. regelmäßig an sein Bankkonto in Lettland. Die britischen Behörden beobachteten V. zunächst durch einen Privatdetektiv, der vorgab, an einer Immobilie von V. interessiert zu sein. Dabei machte der Detektiv Fotos von seinen Computern. Ein Monat später führten die Behörden eine Razzia durch. Dabei wurden V. und seine Frau verhaftet. Die Frau wurde allerdings später für unschuldig befunden. (red, derStandard.at, 15.8.2012)