Wien - Die Hypo Tirol hat im ersten Halbjahr 2012 weniger Gewinn erzielt als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern sank um 6,4 Prozent auf 6,6 Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern um 13,9 Prozent auf 7,8 Mio. Euro. Die Bilanzsumme verringerte sich um 1 Prozent auf 11,06 Mrd. Euro.

Mit dem Nettogewinn von 6,6 Mio. Euro für das erste Halbjahr sieht die Bank trotzdem ihren Plan erfüllt, man steuere "auf eine solide Zukunft des Konzerns der Hypo Tirol Bank AG zu", heißt es im Zwischenbericht.

Die Bilanzentwicklung verdeutliche auch die Umstrukturierung und Neuausrichtung des Konzerns, vor allem das Geschäft in Italien wird massiv restrukturiert.

Die Bank wurde Ende des Jahres 2011 von einer riesigen Wertberichtigung im Italiengeschäft gebeutelt, der 2011 einen dreistelligen Millionenverlust bedeutete. Die Aufsicht verlangte danach eine umfassende Rekapitalisierung der landeseigenen Tiroler Bank.

Verhandlungen zu Kapitalerhöhung

Ende 2011 hatte das Land als 100-Prozent-Eigentümer eine Kapitalerhöhung über 230 Mio. Euro in Aussicht gestellt. "Über die Einzelheiten der Kapitalerhöhung laufen derzeit Verhandlungen mit der EU-Kommission", berichtete die Hypo heute im Halbjahresbericht.

Bis Juni war der Zinsüberschuss um gut ein Zehntel unter Vorjahr, der Provisionsüberschuss hingegen ein Zehntel darüber. Die Kreditvorsorgen waren im Jahresvergleich um 15 Prozent rückläufig.

Im Ausblick hält die Bank fest, dass das zweite Halbjahr 2012 in den Bestands- und Ergebnisentwicklungen an den Verlauf des ersten Halbjahrs anknüpfen dürften. "Das Gesamtergebnis wird auch in der zweiten Jahreshälfte nicht losgelöst von den weiteren Entwicklungen in unseren Kernmärkten zu betrachten sein, die aktuell nur schwer abschätzbar" seien. (APA, 16.8.2012)