Madrid/Rom - Die Hitzewelle in Südeuropa ebbt nur langsam ab. Bei der spanischen Hauptstadt Madrid zerstörte ein Waldbrand Hunderte von Hektar Wald. Das Feuer war aus unbekannter Ursache in der Nähe des Stausees San Juan im Westen der Hauptstadt ausgebrochen. In ganz Italien war es weiter über 30 Grad heiß, größere Abkühlung war nicht in Sicht.

In Frankreich, auf dem spanischen Festland und auf den Balearen atmeten die Menschen bei leicht fallenden Temperaturen insgesamt jedoch ein wenig auf.

Unabhängig von einigen Grad mehr oder weniger besteht in Spanien auf Grund der seit drei Wochen andauernden Hitzewelle erhöhte Waldbrandgefahr.

Auf der Ferieninsel Mallorca, die in den vergangenen Tagen am stärksten von der afrikanischen Hitzefront betroffen gewesen war, werden weiterhin Höchstwerte erwartet.

In Italien, wo Klimaanlagen und Ventilatoren Stromausfälle von ein bis zwei Stunden ausgelöst hatten, wurde am Freitag über mögliche Entschädigungen diskutiert. Insgesamt seien sechs Millionen Italiener im ganzen Land betroffen gewesen: Viele blieben in Aufzügen stecken, es gab Verkehrsstaus, weil Ampeln ausfielen, Geschäfte mussten zeitweilig schließen. Wider Erwarten gab es am Freitag aber keine weiteren Ausfälle: "Wieder Strom in Italien", hieß es im staatlichen Fernsehen. (APA/dpa)